Kuchenbasics

Ich versuche mich in letzter Zeit immer mal wieder am Backen. Mir macht das irgendwie voll Spass. Auch wenn ich zwei linke Hände habe und mir nicht immer das gelingt, was ich möchte, schmeckt es zumindest (meistens).

Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich eine ganz gute Basis schaffen kann, die schon recht anständig ist. Ich nenne das ganze mal liebevoll den 200er-Kuchen. Diese Basis ist ein heller Teig und ganz cool, um da noch verschiedene Sachen dazu zu mischen.

Kleiner Nerdfakt: Der HTTP-Status 200 bedeutet: Die Anfrage wurde erfolgreich bearbeitet und das Ergebnis der Anfrage wird in der Antwort übertragen. Ich finde das irgendwie passend.

Ihr braucht:

  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200ml Milch
  • 200g Butter
  • 200g Mehl
  • 100g Zucker
  • 2 Eier

Ihr braucht gar nicht viel machen, außer einen glatten Teig draus zu rühren, bei 200° so 40 bis 60 Minuten im Ofen lassen (klassische Stäbchenprobe), fertig. Was ich mittlerweile gerne mache ist die Butter in kleine Stückchen zu schneiden und vor der Verarbeitung vier Stunden einfach stehen zu lassen. Die Butter ist dann sehr weich und kann easy verrührt werden.

Der Teig ist wirklich einfach. Man kann daraus jetzt echt eine Menge machen:

  • Schokokuchen: einfach noch 80g bis 100g Kakao unterrühren
  • Marmorkuchen: den Teig aufteilen und 40g bis 50g in einen der beiden Teige einrühren, schichten, fertig.
  • Möhre-Nuss: eine kleine raspelte Möhre und 50g gemahlene Nüsse (nach belieben) in den Teig unterrühren

Dafür, dass ich Backen mehr als 28 Jahre völlig ignoriert habe, bin ich schon ein bisschen stolz :)

World of Warcraft

tl;dr: WoW ist langweilig, kein RPG und gefällt mir nicht.

Vor einigen Jahren hatte ich das Spiel schonmal installiert und 30 Tage getestet. Ich fand es damals echt cool, hatte aber keine Ausdauer um meinen Charakter auf das Max-Level zu bringen. Ständig haben sich die Quests wiederholt und es fehlte mir vor allem auch die grundlegende Story dahinter. Außerdem habe ich zu dieser Zeit eher Diablo II – Lord of Desctruction gesuchtet.

World of Warcraft

World of Warcraft – CC-BY-NC-SA Brian J. Matis

Da ich ja einen Battle.net-Account habe und vor ein paar Monaten die Erweiterung Mists of Pandaria raus kam, wollte ich WoW mal wieder eine Chance geben. Schon am Anfang war ich mal wieder völlig überfordert. Die Charaktererstellung ist eher rudimentär und erklärt wird auch nicht wirklich was. Ich konnte zwar aus verschiedenen Klassen auswählen, musste mir aber immer anhand der Figur vorstellen, was für Kräfte und Fähigkeiten der Charakter hat.

Ich erstellte mir eine Jägerin aus der Rasse der Pandaren. Dabei konnte ich zwar das Aussehen mit viel zu wenig Presets anpassen, jedoch hat mir da irgendwie was gefehlt. Ich kann leider nicht genau sagen, was aber es fühlte sich nicht rund an. Gleich nach der Charaktererstellung kam ich auf der riesigen Schildkröte an.

Die Einführung selbst ist recht einfach gestaltet. Man lernt die Spielmechanik, vor allem das Kampfsystem schnell und wird auch nach und nach auf die komplette Insel gelassen. Nach einer kurzen Freude über diese völlig neue Welt, kam schnell die Ernüchterung.

Pandaria

Pandaria – CC-BY CEA

Die Quests waren langweilig. Schon wieder. Auch wenn ein paar Kleinigkeiten eingebaut worden sind, die ganz nett waren (zum Beispiel die kleine Questreihe am See), aber grundsätzlich war es das Standardprozerdere. Gehe irgendwo hin, versuche rauszufinden, was du eigentlich brauchst, töte Viehzeug, töte noch mehr Viehzeug, bring den Loot zurück.

Die Story von Pandaria wurde erst im letzten Viertel der Spielzeit eingeführt. Nach mehr oder weniger aufgeregten Geschnetzel durch unendlich spawnende Gegnerhorden musste ich mich auf einmal zwischen der Allianz und der Horde entscheiden. Gerade mal 4 Stunden habe ich auf  dieser Schildkröte verbracht und werde dann in das alte WoW geworfen. Dafür darf ich danach auch nicht mehr auf die Schildkröte zurück und spiele mit einer neuen Rasse aber alten Klassen ein altes Spiel.

Die Grafik selbst ist irgendwie auch stecken geblieben. Auf der einen Seite ist es cool, dass man nur geringe Anforderungen an die Hardware stellt, auf der anderen Seite fehlt mir einfach der grafische Kick. Die Erweiterung Mists of Pandaria ist von 2012. Da erwarte ich auch von einer Comic-Grafik ein bisschen mehr. The Elder Scrolls IV: Oblivion sieht streckenweise besser aus und ist von 2006.

Ich hab mehr erwartet. Sehr viel mehr. WoW ist für mich kein RPG, dafür gibt es viel zu wenig Charakter-Entwicklung. Es gibt keinen Einfluss auf den Fähigkeitenbaum. Attribute, wie Charisma, Intelligenz, Geschicklichkeit, eben das, was ein RPG ausmacht, fehlen komplett. Zwar gibt es Berufe, die man lernen kann, aber so richtig überzeugend und befriedigend ist das auch nicht.

Was ich gut finde ist die kostenlose Testphase. Mir fehlen sowieso Demos zu Spielen. Warum soll ich etwas kaufen, wo ich noch nicht mal weiß, ob es mir überhaupt gefällt? Hier punktet Wow. Das ist aber in meinen Augen auch das Einzige.

Ich werd es nicht mehr probieren.

Psychiatrie: Tag 461

Eigentlich kann ich sehr stolz auf mich sein. Seit Mitte März hatte ich keine Panikattacke mehr – also keine heftige, die mehr als 15 Minuten ging. Das finde ich richtig toll und ich habe gehofft, dass ich das nun hinter mir lassen kann. Ich habe gehofft, dass das echt nur eine kurze Phase ist.

Arschlecken.

Tralala.

Letzten Freitag hatte ich Schmerzen im Unterschenkel, die nicht weg gehen wollten. Früher hat mich das nicht gestört. Blöderweise habe ich die Woche zuvor mehrere Artikel über Thrombose gelesen. In diese Gedanken steigerte ich mich natürlich ein und bin voller Angst zu einem Arzt gegangen. Äh, ne. Ich musste einen Notarzt bestellen, weil offenbar am Freitag in Düsseldorf kein Arzt arbeitet. Naja, der Arzt war letztendlich da und hat sich mein Bein angesehen. Der meinte dann, es könnte eine Thrombose sein.

Bähm.

Panikattacke. Diesmal aber wieder eine richtig heftige. Ich bekam Atemnot, konnte nicht mehr klar denken. Der Arzt meinte dann, dass ich eine Lungenembolie haben könnte und mir wurde schwindelig, schummrig und es kribbelte in der rechten Körperhälfte. Das hatte ich noch nie und verfiel deshalb noch mehr in Panik. Also rufte er den Rettungswagen.

Im Krankenhaus angekommen hat sich meine Atmung wieder normalisiert. Mir wurde gesagt, dass alles in Orndung ist und ich eine Panikattacke habe. Mir wurde Blut abgenommen und meine Schmerzen wurden untersucht. Letztendlich hatte ich nur eine heftige Muskelzerrung.

Das Problem ist, dass ich seitdem extrem unter Anspannung stehe. Jede kleine Kontraktion, jeder kleine Schmerz, jedes kleine Ziehen könnte irgendwas sein. Zumindest denke ich das und mein Gehirn fährt natürlich die Gegenmaßnahmen hoch, damit es die Symptome bekämpft, was sie verstärkt, was natürlich die Angst verstärkt und schnell zur Panik werden lässt. Ein Teufelskreis.

Also bin ich wieder zur Ärztin, habe ihr alles erzählt und sie meinte dann, dass ich sehr wahrscheinlich ein Hypochondra bin und wohl das Münchhausen-Syndrom habe (letzteres glaube ich eher weniger). Rein physisch ist mit meinem Körper alles in Ordnung. Das hilft und beruhigt. Ich merke trotzdem diese Anspannung in mir. Das macht mich schon ein bisschen fertig.

Morgen, also Mittwoch, habe ich einen Termin bei einem Psychologen bekommen. Meine Versicherung hat hier in Düsseldorf Möglichkeiten geschaffen recht schnell ein Grundlagengespräch zu bekommen. Ich bin echt froh darüber und bin auch gespannt, was da raus kommt. Hoffentlich lerne ich bald Techniken, wie ich mit den Paniken umgehen kann und wie ich die Angst weg bekomme.

Palatschinkenpizza alla Llama

Palatschinken fetzen. Wir Sachsen finden das auch geil. Wir kennen das aber unter dem Namen “Plinse”. Ich glaub, im Rest der Republik wird das ganze Eierkuchen genannt. Wayne. Auf jeden Fall kann man aus Palatschinken ‘ne richtig leckere Pizza machen. Ihr braucht dazu Folgendes:

Unsere Zutaten

Unsere Zutaten

  • Eier
  • Milch
  • Mehl Typ 405
  • Gewürze (Pfeffer, Salz, italienische Kräuter)
  • Ketchup
  • Knoblauch
  • Schalotten
  • Pilze
  • Schinken
  • Paprika
  • Auberginen
  • geriebenen Käse
  • Cocktailtomaten

Palatschinken machen ist arscheinfach. Ich habe hier drei Eier genommen, Mehl und Milch nach der klassischen Formel 3.14159265359 mal Daumen. Wichtig ist, dass ihr ein ganzes Blech damit so fünf Millimeter volllaufen lassen könnt. Das Blech kommt dann in den Ofen. Bei 200°C Umluft dauert das bei mir hier so zehn Minuten, bis es Bläschen bildet. Da solltet ihr das Blech rausnehmen.

Die Soße ist auch einfach. Würfelt die Schwanzschwanztomaten, die Schalotte und den frischen Knoblauch. Werft das zusammen und drückt ordentlich Ketchup rein, damit so 200 bis 250ml Soße entstehen. Bei den Mengen müsst ihr das selbst wissen. Wir mögen stehen auf lieben Knoblauch, weshalb wir da immer ordentlich was rein tun. Würzt die Masse mit den Gewürzen und verteilt diese auf der Pizza.

Housten, the sauce has landed.

Housten, the sauce has landed.

Danach bröselt ihr den geriebenen Käse drauf. Den Rest der Zutaten schnibbelt ihr klein und legt sie mehr oder weniger fair oder nach Belieben oder eigener Kreativität auf die Pizza.

Unser Belegungsplan

Unser Belegungsplan

Bei 220° Oberhitze haben wir die Pizza jetzt so weitere 15 Minuten drin gelassen. Müsst ihr aber auch mal schauen. Bei uns schaut das Ergebnis so aus. Und wir finden es geil.

Prädikat: Lecker

Prädikat: Lecker

Bildcredits: FrauLlama