Dinge, die mich fertig machen

Dinge, die mich fertig machen:

  • Ich kann seit Wochen nicht mehr in einem richtigen Bett schlafen.
  • Ich kann seit Monaten nicht mehr richtig einschlafen.
  • Ich muss Medikamente nehmen, damit ich “normal” bin.
  • Ich merke, wie die Medikamente mich stumpf machen.
  • Ich bin so müde. So unfassbar müde.
  • Menschen, die andere Menschen wegen irgendeiner Eigenschaft hassen.
  • Wenn ich berechtigte Kritik anbringe und mir mit einem Youtube-Link zur Snikerswerbung geantwortet wird – ich Diva.
  • Ich stehe seit Wochen unter massiver Anspannung, selbst jetzt, im Urlaub muss ich ständig an Arbeit denken.
  • Ich habe Angst vor so vielen Dingen.
    • Bett.
    • diverse Krankheiten (Herzinfarkt, Lungenembolie, Tumore, Schlafapnoe, Herzrhythmusstörungen …).
    • Sterben.
    • Dem Ende.
    • Rausgehen.
    • Arbeiten.
    • Andere Menschen, die nicht meine Frau oder meine Mutter sind.
    • Dass ich ein Weichei bin, weil ich so sinnlose Ängste vor Kleinigkeiten habe.
    • Es mir peinlich ist zu weinen, weil ich stark sein müsste.
    • Schwäche zu zeigen.
    • Andere Menschen zu enttäuschen.
    • Dass ich im Supermarkt nicht sofort das richtige Produkt finde.
    • Dinge zu vergessen.
    • Rechtschreibfehler.
    • Dinge zu verpassen, weil ich zu viel arbeite.
    • Mich selbst zu vergessen.
    • Styropor.
    • Mir selbst.
    • Stimmungsschwankungen.
    • Nicht ernstgenommen zu werden.
    • Meine eigenen Ziele nicht zu erreichen.
    • Einschlafen.
    • Zu wenig aus meinen Talenten rauszuholen.
    • Linksfahrer auf der Autobahn.
    • Nazis. Antifems. Maskulinisten. Macker. Deutsche.
    • Auf Metal zu beissen.
    • Zahnärzten.
    • Männern.
    • Gewalt.
    • Zahnseide.
    • Die Kontrolle zu verlieren.
    • Flugzeuge und das Fliegen an sich.
    • Sich rechtfertigen müssen.
    • Vor einer Menschenmenge zu sprechen.
    • Nicht mehr aus den Depressionen rauszukommen.
    • Dass mein Antrag auf Psychotherapie abgelehnt wird.
    • Dass ich mein Lebenlang mit den psychischen Störungen leben muss.
    • Rauchern.
    • Vergessen zu werden.
    • Arzt und Klinikserien.

Stimmpate

Ich habe blöderweise immer viel zu viele Ideen und viel zu wenig Zeit diese in irgendeiner sinnvollen Art umzusetzen. Die folgende Idee gehört dazu. Ich poste sie hier, in der Hoffnung, dass sie irgendwer aufgreift und umsetzt. Trotz bester Vorraussetzungen habe ich leider weder die Zeit, noch das Durchhaltevermögen.

Das gemeinnützige Projekt nennt sich in meinem Kopf Stimmpate. Das Prinzip ist eigentlich einfach. Auf einer Online-Plattform suchen Leute, die in Deutschland wohnen und wegen der repressiven Wahlrechtspolitik nicht wählen dürfen eine Nichtwählerin, die für sie wählt. Es gibt viele valide Gründe für eine Nichtteilnahme an einer Wahl – viele von uns können sich aber dafür entscheiden. Andere dürfen nicht und das finde ich extrem unfair.

Wie läuft das also ab? Nichtwählerinnen melden sich an, dass sie ihre Stimme an Nichtwahldürferinnen verschenken wollen. Dabei können die Nichtwählerinnen aber Parteien ausschließen (ich würde zum Beispiel nie mein Kreuz bei Nazis, wie der NPD oder AfD machen), denn wir Nichtwählerinnen sind keineswegs apolitisch. Viele von uns können nur mit den aktuellen Parteien nichts anfangen. Dabei wissen wir aber genau, was wir nicht wollen (Nazis zum Beispiel).

Das Ganze basiert natürlich auf Freiwilligkeit und irgendwie muss man da auch Hinweise bringen, dass es trotzdem eine freie Wahl ist und niemanden zwingen kann, irgendwas zu wählen. Genau so wird ja dadurch auch teilweise das Wahlgeheimnis aufgehoben, wo es aber sicherlich Möglichkeiten gibt, das ganze halbwegs gut abzusichern. Wichtig ist, es muss easy sein – Bumm, Zack, Return. Keine Token-Verschlüsselungs-Nerd-Pride-Krams, sondern so einfach, dass alle das System verstehen.

Theoretisch müsste ‘nur’ eine Webseite aufgesetzt werden, ein Trägerverein gefunden werden, der die Finanzen übernimmt und Helferinnen, die das Marketing für das Projekt betreiben. Wenn sich da ein Team findet, kann ich auch gerne Input geben. Ich bin aber leider zu sehr mit einem anderen Projekt beschäftigt, dass ich das unmöglich schaffen könnte. Und sogar das macht mir ein schlechtes Gewissen …

Weiße Rose

Eigentlich kann ich mit Heldenverehrung nichts anfangen – eigentlich. Dabei gibt es sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit einige Menschen, deren Mut und Entschlossenheit ich bewundere, dass ich mir mit meinem popeligen Aktionismus schäbig vorkomme.

Die Organisation Weiße Rose und die jungen Menschen darin, die ihr Leben aufs Spiel setzten und verloren, weil sie sich Nazis in den Weg stellten … das ist für mich der Inbegriff des Antifaschismus. Gerade heute ist der Gedanke an Antifaschisten extrem wichtig. So viel Antisemitismus und Rassismus, wie aktuell in Deutschland wieder salonfähig ist, erschreckt mich.

Ich kann leider nicht viel mehr tun als Nazis immer und immer wieder zu blockieren, Spuckis zu entfernen und meine uneingeschränkte Solidarität mit Antifaschistinnen zu bekunden. Aber selbst das finde ich viel zu wenig.

Um meine Bewunderung für die Weiße Rose zu zeigen, habe ich mir bei Spreadshirt dieses T-Shirt geklickt und auch gleich bestellt.

WeisseRose

Hier der Link für die Männer-Ausführung.

Hier der Link für die Frauen-Shirts.

Alertá, Alertá Antifascista.

Kuchenbasics

Ich versuche mich in letzter Zeit immer mal wieder am Backen. Mir macht das irgendwie voll Spass. Auch wenn ich zwei linke Hände habe und mir nicht immer das gelingt, was ich möchte, schmeckt es zumindest (meistens).

Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich eine ganz gute Basis schaffen kann, die schon recht anständig ist. Ich nenne das ganze mal liebevoll den 200er-Kuchen. Diese Basis ist ein heller Teig und ganz cool, um da noch verschiedene Sachen dazu zu mischen.

Kleiner Nerdfakt: Der HTTP-Status 200 bedeutet: Die Anfrage wurde erfolgreich bearbeitet und das Ergebnis der Anfrage wird in der Antwort übertragen. Ich finde das irgendwie passend.

Ihr braucht:

  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200ml Milch
  • 200g Butter
  • 200g Mehl
  • 100g Zucker
  • 2 Eier

Ihr braucht gar nicht viel machen, außer einen glatten Teig draus zu rühren, bei 200° so 40 bis 60 Minuten im Ofen lassen (klassische Stäbchenprobe), fertig. Was ich mittlerweile gerne mache ist die Butter in kleine Stückchen zu schneiden und vor der Verarbeitung vier Stunden einfach stehen zu lassen. Die Butter ist dann sehr weich und kann easy verrührt werden.

Der Teig ist wirklich einfach. Man kann daraus jetzt echt eine Menge machen:

  • Schokokuchen: einfach noch 80g bis 100g Kakao unterrühren
  • Marmorkuchen: den Teig aufteilen und 40g bis 50g in einen der beiden Teige einrühren, schichten, fertig.
  • Möhre-Nuss: eine kleine raspelte Möhre und 50g gemahlene Nüsse (nach belieben) in den Teig unterrühren

Dafür, dass ich Backen mehr als 28 Jahre völlig ignoriert habe, bin ich schon ein bisschen stolz :)

World of Warcraft

tl;dr: WoW ist langweilig, kein RPG und gefällt mir nicht.

Vor einigen Jahren hatte ich das Spiel schonmal installiert und 30 Tage getestet. Ich fand es damals echt cool, hatte aber keine Ausdauer um meinen Charakter auf das Max-Level zu bringen. Ständig haben sich die Quests wiederholt und es fehlte mir vor allem auch die grundlegende Story dahinter. Außerdem habe ich zu dieser Zeit eher Diablo II – Lord of Desctruction gesuchtet.

World of Warcraft

World of Warcraft – CC-BY-NC-SA Brian J. Matis

Da ich ja einen Battle.net-Account habe und vor ein paar Monaten die Erweiterung Mists of Pandaria raus kam, wollte ich WoW mal wieder eine Chance geben. Schon am Anfang war ich mal wieder völlig überfordert. Die Charaktererstellung ist eher rudimentär und erklärt wird auch nicht wirklich was. Ich konnte zwar aus verschiedenen Klassen auswählen, musste mir aber immer anhand der Figur vorstellen, was für Kräfte und Fähigkeiten der Charakter hat.

Ich erstellte mir eine Jägerin aus der Rasse der Pandaren. Dabei konnte ich zwar das Aussehen mit viel zu wenig Presets anpassen, jedoch hat mir da irgendwie was gefehlt. Ich kann leider nicht genau sagen, was aber es fühlte sich nicht rund an. Gleich nach der Charaktererstellung kam ich auf der riesigen Schildkröte an.

Die Einführung selbst ist recht einfach gestaltet. Man lernt die Spielmechanik, vor allem das Kampfsystem schnell und wird auch nach und nach auf die komplette Insel gelassen. Nach einer kurzen Freude über diese völlig neue Welt, kam schnell die Ernüchterung.

Pandaria

Pandaria – CC-BY CEA

Die Quests waren langweilig. Schon wieder. Auch wenn ein paar Kleinigkeiten eingebaut worden sind, die ganz nett waren (zum Beispiel die kleine Questreihe am See), aber grundsätzlich war es das Standardprozerdere. Gehe irgendwo hin, versuche rauszufinden, was du eigentlich brauchst, töte Viehzeug, töte noch mehr Viehzeug, bring den Loot zurück.

Die Story von Pandaria wurde erst im letzten Viertel der Spielzeit eingeführt. Nach mehr oder weniger aufgeregten Geschnetzel durch unendlich spawnende Gegnerhorden musste ich mich auf einmal zwischen der Allianz und der Horde entscheiden. Gerade mal 4 Stunden habe ich auf  dieser Schildkröte verbracht und werde dann in das alte WoW geworfen. Dafür darf ich danach auch nicht mehr auf die Schildkröte zurück und spiele mit einer neuen Rasse aber alten Klassen ein altes Spiel.

Die Grafik selbst ist irgendwie auch stecken geblieben. Auf der einen Seite ist es cool, dass man nur geringe Anforderungen an die Hardware stellt, auf der anderen Seite fehlt mir einfach der grafische Kick. Die Erweiterung Mists of Pandaria ist von 2012. Da erwarte ich auch von einer Comic-Grafik ein bisschen mehr. The Elder Scrolls IV: Oblivion sieht streckenweise besser aus und ist von 2006.

Ich hab mehr erwartet. Sehr viel mehr. WoW ist für mich kein RPG, dafür gibt es viel zu wenig Charakter-Entwicklung. Es gibt keinen Einfluss auf den Fähigkeitenbaum. Attribute, wie Charisma, Intelligenz, Geschicklichkeit, eben das, was ein RPG ausmacht, fehlen komplett. Zwar gibt es Berufe, die man lernen kann, aber so richtig überzeugend und befriedigend ist das auch nicht.

Was ich gut finde ist die kostenlose Testphase. Mir fehlen sowieso Demos zu Spielen. Warum soll ich etwas kaufen, wo ich noch nicht mal weiß, ob es mir überhaupt gefällt? Hier punktet Wow. Das ist aber in meinen Augen auch das Einzige.

Ich werd es nicht mehr probieren.