Warum geht ihr nicht wählen?

Ich habe mich in letzter Zeit des öfteren mit einem bekennenden Nichtwähler unterhalten und ihn gefragt, warum er nicht wählen geht. Er nannte mir sehr gute Gründe, die sich mit den Schlagworten Resignation, Misstrauen und Unverständnis zusammenfassen lassen. Ich fand seine Gründe schlüssig und nachvollziehbar. Was mich nervt ist diese Stigmatisierung: „Du gehst nicht wählen? Du bist kein Demokrat! Du bist ignorant! Du bist faul!“. In einer Demokratie darf man auch nicht wählen. Dieses Recht finde ich wichtig. Ich möchte von euch aber gerne eins wissen: Warum geht ihr nicht wählen?

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3 Kommentare zu “Warum geht ihr nicht wählen?

  1. Es gibt auch die Möglichkeit, den Stimmzettel unausgefüllt/ungültig abzugeben. Würden das alle tun, die zwar wählen wollen, aber für sich keine Option sehen, dann wäre das sicher ein weitaus wirksameres Signal als in der Masse der nichtwähler unter zu gehen. Nicht wählen zu gehen stärkt letztlich nur extremistische Parteien, da die ihre Wählerschaft i.d.R. mobilisieren kann.

  2. Warum wähle ich dieses Mal nicht.

    Mit der CDU und FDP ich zu wenig Übereinstimmung.
    Der SPD glaube ich nicht. Die grünen halte ich für technikfeindlich.
    Die PARTEI will ich nicht im Bundestag sehen, da das in meinen Augen der falsche Ort für Satire ist und letztere höchstens verloren ginge.
    Mit der Linken würde keine anderen Partei regieren wollen, da kann ich mir das auch sparen. Abgesehen davon kommen von der Linken auch regelmäßig sch…-Aktionen.
    Die Piraten halte ich aufgrund vieler Mitglieder, dem Umgang miteinander und einigem weiteren für nicht wählbar. Abgesehen davon bin ich mir immer noch nicht sicher ob sie nun ein freies Mandat oder eine Art „Fraktionszwang Plus“ in Form von „was die Basis sagt muss gemacht werden“ wollen.

    Ob die Wahl etwas ändern könnte? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich nicht. An PRISM, VDS und co. sieht man ja derzeit schön: es ist egal welche Partei gewählt wird. Und „gründe doch deine eigene Partei oder engagiere dich in einer“ wie man es gerne zu hören bekommt ist kein Argument.

    Ich denke man könnte das gut mit Resignation zusammenfassen.

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