Gläubige Menschen sollten Wissenschaftler sein

Ich find es ja ziemlich dämlich, dass ein Großteil der gläubigen Gemeinschaft die Wissenschaft nicht nur ignoriert, sondern teilweise auch massiv bekämpft und boykottiert. Dabei müssten doch gerade gläubige Menschen die Wissenschaft unterstützen.

Ich mein, nehmen wir mal an, das, was wir sehen wäre wirklich Gottes (o.ä.) Schöpfung, dann müssen wir einige Fakten akzeptieren. Das Universum (das wir aktuell kennen) ist mehr als 13,7 Mrd. Jahre alt. Das können wir mittlerweile recht schlüssig beweisen. Die Evolution ist keine Theorie, sie ist Tatsache. Unglaublich coole Dinge passieren da draussen.

Okay, nehmen wir an, dass das Gottes Werk ist. Dann sag ich: WOW! Das ist echt cool! Ich möchte mehr davon wissen! Ich möchte mehr davon wissen, verstehen, wie Gott wirkt, damit ich rausfinden kann, was wir besser machen können.

Außerdem … wäre ich Gott, wäre ich wirklich angepisst, wenn meinem Werk keine Beachtung geschenkt wird. Vor allem, wenn es so genial wie das Universum ist.

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Ein Kommentar zu “Gläubige Menschen sollten Wissenschaftler sein

  1. Ich find es ja ziemlich dämlich, dass ein Großteil der gläubigen Gemeinschaft die Wissenschaft nicht nur ignoriert, sondern teilweise auch massiv bekämpft und boykottiert. Dabei müssten doch gerade gläubige Menschen die Wissenschaft unterstützen.

    Eine Differenzierung zwischen „gläubig“ und „religiös“ wäre hier sicher hilfreich. Ich persönlich würde mich glasklar zu Ersterem bekennen, während ich mit Letzterem regelmäßig anecke. Oder wie ein Nachbar es mal so schön formulierte: „Doch, ich glaube an Gott, habe aber massive Schwierigkeiten mit dem Bodenpersonal.“ ;)

    Sobald gläubig und religiös unterschieden werden, trifft man auf bodenständige, weltoffene Menschen mit gesundem Menschenverstand und einer spirituellen Affinität.

    Und dann ist da noch das Definitionsproblem der Wissenschaft: Es war zu allen Zeiten die Regel, dass echte Wissenschaft, die nach Erkenntnissen und Lösungen sucht, es schwer hatte. Zuerst unter dem Dogma der Kirche; später unter ihrem eigenen Dogma, in dem Mechanismen von Macht und Gier eben genauso greifen, wie zu Gallileos Zeiten unter Klerikern. Kurz: Eine bestimmte Forschung oder Lehre heute als „unwissenschaftlich“ zu diskreditieren, weil sie mit (noch) nicht etablierten Methoden und/oder Thesen arbeitet, darf man als ähnlich problematisch ansehen, wie den Vorwurf der Ketzerei im Mittelalter.

    Echte Wissenschaft fällt einfach immer komplett aus dem Mainstream, hat aber in aller Regel nicht automatisch ein Problem mit einem Gottesbegriff – und umgekehrt.

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