Joy and sorrow

„Currently there is too much pain. I can’t handle it. I saw myself how I could look after all the HRT and surgeries … and I want to be there. Right now. I saw this feminized face, without all the manly flaws. The soft chin, the small nose, the opened up eyes,“ I said. „And then … I look in the mirror. And it hurts so much.“

I show her a picture of what I saw.

„I want to be there.“

„But you already are. The mirror just needs to catch up. Reality is slow. But if you look closely you will see your eyes are right there now,“ she said.

Tears of joy and sorrow are surging my face.

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Umarme mich und lass mich nie wieder los …

Tiggerwarnung: Depressionen, Angst, Minderwertigkeitskomplexe

Ich glaube, ich habe den Grund für meine aktuelle depressive Episode herausgefunden. Gerade läuft es in meinem Leben einfach super. Meine Ehe ist stabil und wir verstehen uns sehr gut – wir unternehmen viel miteinander, erleben viel, reden viel miteinander. Auf der Arbeit könnte es auch nicht besser laufen. Ich bin sehr gut ins Team integriert und meine Expertise wird auch wirklich genutzt. Und gerade baut sich eine Freundschaft auf, die mir so gut tut. So richtig gut. Ich werde nicht nur akzeptiert, so wie ich bin, sondern auch noch gemocht. Und das bilde ich mir nicht nur ein, sondern das ist auch wirklich so. Und ich werde mir zusätzlich so nach und nach auch mit der Geschlechterfrage klar.

Und wahrscheinlich ist genau das mein Problem. Zum einen habe ich die automatischen Gedanken, dass ich das alles gar nicht verdiene. Warum sollte man mich nach meiner Meinung fragen? Warum sollte mich jemand mögen? Warum sollte jemand mit mir Zeit verbringen wollen? Warum sollte ich es verdienen, dass mir so viele tolle Dinge passieren? Der klassische Minderwertigkeitskomplex.

Das andere ist, dass ich tierische Angst habe das alles wieder zu verlieren. Ständig denke ich drüber nach, was ich falsch machen könnte oder etwas falsches sage. Dieses Overthinking geht soweit, dass ich wieder beschissen schlafe. So richtig beschissen. Außerdem traue ich mich nicht mehr so richtig die Dinge zu tun, auf die ich Lust habe.

Ich bin süchtig nach dem High der Akzeptanz und des Gemochtwerdens. Diese Sehnsucht nach der Umarmung, die nie aufhört, macht mich wahnsinnig, egal, ob physisch oder in asynchroner Kommunikation. Die letzten paar Tage haben so viele Gefühle in mir wach gerüttelt, die ich gar nicht wirklich verarbeiten kann, weil ich ebendiese seit Jahren nicht mehr wirklich hatte. (Selbst bei den Zeilen habe ich Angst, dass es Unfair gegenüber meine Frau klingt. Aber das ist Quatsch, weil ich denke, dass das was anderes ist. Ich kann es aber nicht erklären -.-#)

Ich hasse es. Ich will das nicht. Ich will nicht drüber nachdenken, ob Aktion A oder Satz B irgendwie bescheuert sind. Ich will nicht ständig diese Sucht der Bestätigung haben – egal von welcher Seite. Ich hab die Bestätigung. Nur will mein Kopf das irgendwie nicht war haben.

Meine Therapie hat mir kognitives Training beigebracht. Ich muss die automatischen Gedanken bekämpfen und mit etwas Positiven füllen. Vielleicht sollte ich mir einfach täglich sagen „Du bist es wert! Sie lieben dich! Sie brauchen dich! Du bist ein toller Mensch!„.

Vielleicht muss ich mich selbst umarmen und dabei nie wieder loslassen.

Über Suizid

Triggerwarnung: Suizid, Depressionen, Nervenzusammenbruch

Letztens hatte ich ein sehr intensives Gespräch über den Selbstmord an sich und das Verständis dahinter. Auslöser war, dass in der Kneipe, in der wir waren, ein paar Tracks von Linkin Park liefen. Der Suizid von Chester hatte meine Begleitung ebenso getroffen wie mich und die Songs erinnerten uns wieder daran.

Sich für den Freitod zu entscheiden ist weder leicht, noch denke ich, dass er feige ist. Es ist der letzte und leider auch endgültige Versuch frei zu sein, wenn zuvor alle Versuche etwas zu verbessern fehlgeschlagen sind und einfach alles zu viel geworden ist. Wer noch nie Depressionen hatte, wird es meiner Meinung nach schwer haben das irgendwie nachzuvollziehen.

Auch ich war suizidal. Das ist zum Glück schon eine Weile her und dank meiner Therapie konnte ich sehr viele Dinge verarbeiten und letztendlich bin ich froh darüber, dass ich diesen Schritt nie gegangen bin. Gänzlich weg sind die Gedanken an einen Freitod jedoch nie wirklich und vor allem in depressiven Episoden kommen solche Gefühle latent zum Vorschein.

Warum das so ist, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Bei mir war es so, dass die ständigen Probleme mit mir selbst mich in den Wahnsinn getrieben haben. Ständig hatte (und habe) ich Angst. Immer wieder überprüft die Stimme im Kopf, ob das alles valide ist, ob ich valide bin. Das ist anstrengend und vor allem in den Peaks eines Nervenkollers kaum auszuhalten, soweit, dass es richtig weh tut.

Diese Schmerzen und Gedanken hören nie wirklich auf. Ich habe gelernt irgendwie damit umzugehen und zu verarbeiten. Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich das zum Glück schaffe. Manchmal bin ich aber zu schwach dafür und breche zusammen.

Gestern hatte ich einen mittleren Nervenzusammenbruch, weil mich gerade sehr viel beschäftigt (dazu später vielleicht mehr). Auch da hatte ich die Gedanken „Ich will, dass es aufhört. Ich will keine Angst mehr haben. Ich will das nicht mehr.“ Das war alles, was ich wollte und auch will. Bei Menschen, die nicht das Glück haben, damit halbwegs klar zu kommen, nagt das natürlich. Man kann sich das vielleicht wie einen Fels im Meer vorstellen. Immer wieder wird der Fels umspült, es brechen kleinere Teile der Basis ab. Immer und immer wieder. Irgendwann bricht der Fels von der Basis und stürzt ins Meer.

Dieser Prozess dauert lang. Bei den einen länger, bei anderen kürzer. Irgendwann steht der Entschluss fest, dass man sich umbringen möchte – selten von heute auf morgen. Und der eigentliche Entschluss dazu tut weh. Aber in dem Moment willst du einfach nur, dass alle negativen Gedanken und die Schmerzen aufhören, damit du dich nicht mehr quälen musst. Du willst frei von all dem sein.

Es mag sein, dass es egoistisch klingen mag – vor allem, wenn du wie in Chesters Fall eine große Familie hast und viele Fans, die auf dich aufbauen. Jedoch muss man auch die Seite sehen, wie viel Schmerz dieser Mensch ausgehalten hat, um bis zu diesem Punkt zu kommen. Ich mag es mir nicht vorstellen können, kann es aber nachvollziehen.

(Macht euch keine Sorgen, ich bin nicht suizidal und habe auch nicht vor mir das Leben zu nehmen. Das hier sind nur meine Gedanken darüber.)

Was ein krasses Jahr

Nun, eigentlich ist es viel zu lange her, dass ich gebloggt habe – das ist zumindest für mich okay, weil ich mir wegen dem Blog keinen Druck mehr machen wollte. Das hat funktioniert. Ich habe nur dann etwas geschrieben, wenn ich wirklich was schreiben wollte. Und das war genau richtig, um mich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren: Meine psychische Gesundheit.

Die neue Arbeit

2017 war für mich ein Jahr mit sehr vielen Veränderungen. Ich habe seit Januar einen neuen Job als Programmierer/in in einem Verlagshaus gefunden, bei dem ich mit einem Team in Köln (und Hamburg) zusammenarbeite, welches großartig ist, zusammen hält und so offen ist, dass ich mich echt wohl fühle. Da laufen Leute mit T-Shirts rum, auf denen sowas wie „Gib Nazis Keine Chance“ oder „Homophobie? Nein Danke!“ steht. Die Kolleg*Innen sind sowieso durch die Bank genial (vor allem du, Anne <3).

Diese neue Arbeit war und ist einer der Grundpfeiler für meine psychische Gesundheit. Dabei habe ich mir ein paar neue Regeln für das Arbeiten gegeben, damit ich nie wieder in Burnout-Situationen komme – oder schlimmer. Zum Beispiel mache ich keine Überstunden mehr, oder ich lasse mich nicht all zu sehr stressen, wenn ich etwas nicht in der Zeit schaffe. „It’s done when it’s done.“ Das Kredo hat mir auf jeden Fall geholfen.

Es ist für mich echt krass, wie viel das für mich ausmacht. Klar, die leider zu Ende gegangene Therapie hat auch sehr viel damit zu tun (DANKE!), dass es mir besser geht. Dort konnte ich viele Techniken lernen, die mir helfen, das Ganze neu zu strukturieren. Ich habe so viel über mich gelernt, vor allem, was ich eigentlich alles kann.

Teilnahme am Leben

Und zwar kann ich Musik machen. Und das gar nicht mal so scheiße. Zum einen habe ich angefangen, mich mehr mit elektronischer Musik zu beschäftigen. Über mein alter Ego „E. Quellmalz“ kann man meinen Techno hören. Allein dadurch habe ich viele Dinge über Musik und Synthies gelernt, sodass ich so langsam anfange zu verstehen, wie analoge Synthies funktionieren. Irres Zeug.

Ansonsten habe ich endlich eine Band gefunden. Zusammen mit meinem großartigen Arbeitskollegen Dirk (<3) an der Klampfe und Philipp (<3) an den Drums machen wir unter dem Label „A Bunch Of Post Apocalyptic Space Turtles Are Going To An Imaginary Picnic Into A Rainbow Cave To Do Drugs And Talk About Death And Stuff“ machen wir Alternative Rock mit mir am Bass. Und ich muss sagen: Ich liebe dieses Instrument!

Nicht nur, dass mir diese Band wieder extrem viel Freude an Musik gebracht hat, ich habe dadurch neue Freunde gefunden. Freunde! Vor allem durch Dirk habe ich das Vertrauen wieder gefunden, dass es Menschen gibt, die mit mir befreundet sein wollen. Das klingt für Außenstehende zwar normal, aber für mich als depressiven Menschen mit diversen Ängsten und Minderwertigkeitskomplexen ist das ein riesiger Schritt.

Zum Beispiel habe ich durch Dirk ein neues Hobby entdeckt: Kickern. Durch das Kickern kam ich in Kneipen und mit anderen Leuten in Kontakt. Und damit habe ich auch Menschen gefunden, die ich auch nicht mehr missen möchte (Jelle <3).

Laura? Laura!

Seit meinem Outing als genderfluid bei der Arbeit ist auch ein bisschen Zeit vergangen, bis ich mich das erste Mal wirklich getraut habe, als Laura ins Büro zu gehen. Es war ein irrer Befreiungsschlag. Ich habe mich selten so akzeptiert und wohl in meiner Haut gefühlt.

Und gestern (war der 29. Dezember) war ich das erste Mal außerhalb meiner Bubble als Laura unterwegs. Ich war shoppen und Scheiße, war das toll, all die Klamotten anprobieren zu können, die ich will. Klar hätte ich das auch vorher schon tun können, aber es hat sich nicht richtig angefühlt. Jetzt tut es das. Und es war so unglaublich toll. Ich hab das zwar nicht allein gemacht, aber hey, das ist ein mega Schritt für mich gewesen.

Nach dem Shoppen sind wir dann noch kickern gegangen – zwar an einem relativ gesicherten Ort (Limes, eine Punker-Kneipe in Köln), dennoch gab es so ein paar Sorgen. Aber es ging gut. Selbst die Kickertruppe hat mich sofort akzeptiert. Richtig toll war, dass wir uns über alltägliche Sachen unterhalten haben und ich nicht irgendwelche Fragen über Transgender oder Non-Binary-Krams beantworten musste. Small- und Nerd-Talk!

Aber eines der tollsten Gefühle in solchen Situationen ist „Laura“ gerufen zu werden. Oder als „Das ist meine Freundin Laura“ vorgestellt zu werden … #gaynessintensifies

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Bild von FYR

Aber eins ist klar: Ohne die krasse Unterstützung von Astrid hätte ich das alles nicht geschafft (und wohl auch nicht gemacht). Danke. So viel Danke.

Und das Negative?

Tja, klar bleibt das nicht aus. Aber entweder ist das, was nicht so gut lief, zu privat, oder ich motze auf Twitter genug darüber. Deshalb möchte ich hier gar nicht so sehr drauf eingehen. Kurz: Wir haben noch viel zu tun bzgl. Antifa- und LGTBIQA+Themen. Sehr viel.

Und 2018?

Ja, mal guggn, wa? Ich habe mir ein paar Dinge vorgenommen die keine riesigen Ziele sind. 2017 wollte ich mich finden. Da bin ich auf einem guten Weg und den Weg will ich 2018 weiter gehen. Zum Beispiel fange ich die Psychotherapie an, um endgültig festzustellen, ob ich transgender bin oder nicht (ich persönlich brauche ein Label). Auf jeden Fall werde ich unabhängig davon eine Laserepilation vornehmen lassen, damit dieser beschissene Bartschatten weggeht.

Ansonsten? Ich will auf Arbeit so weiter machen wie bisher – das Team stärken und uns so innerhalb vom Verlag positionieren, dass wir wirklich Dinge bewegen können und nicht nur Feuer löschen. Abgesehen davon will ich mich auf die Musik mit den Space Turtles konzentrieren. Wenn wir da bald einen Gesang bekommen, haben wir auf jeden Fall ein paar Gigs im neuen Jahr sicher. Auf die Bühne freue ich mich sehr.

Und ich will mehr mit meinen neuen Freunden unternehmen und die gute Zeit genießen.

(Und vielleicht nehme ich noch weiter ab … haha)

Thomas? Laura? Llama?

Okay. Ich bin noch lange nicht am Ende meiner geschlechtlichen Selbstidentifikation. Immerhin weiß ich schonmal, dass ich nicht Cis-Gender bin. Blöderweise weiß ich nun aber auch nicht, ob ich Transgender bin. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, dass ich offenbar sowohl männlich, als auch weiblich bin.

Jedoch verschwimmt das immer wieder, weil dieses Gefühl „Heute bin ich männlich,“ oder „Heute bin ich weiblich“ relativ selten klar ist – vor allem nicht persistent. Die meiste Zeit über fühle ich aber ohne wirkliche Geschlechtszugehörigkeit – wobei mir da aber mein Basis-Geschlecht (männlich) tierisch auf den Sack geht.

Thomas. Das bin ich – mein männliches ich.

Laura. Das bin ich auch – mein weibliches ich.

Llama. Das bin ich überhaupt – meine eigentliche geschlechtslose Selbstidentifikation.

Wir alle mögen die gleichen Dinge, lieben die gleichen Menschen und sind im Grunde gleich – nur, dass wir unterschiedliche Geschlechter haben – wobei meistens letzteres überwiegt. Vielleicht bin ich also Demi-Gender-Fluid, oder wie man auch immer das nennen kann.

Zurück zum Basisgeschlecht: Das Problem ist, dass ich mich mit meinen angeborenen männlichen Geschlechtsorganen nicht wohl fühle. Wahrscheinlich ist auch, dass ich vielleicht gar keine weiblichen Geschlechtsorgane (die untenrum, Brüste wären schon cool) haben möchte – bzw. wäre es Spekulation, ob ich mich damit dann wohler fühlen würde. Immerhin ist das gefühlte Geschlecht unabhängig dem Krams, was zwischen den Beinen ist.

Tja. Was ich mit den Gedanken anfangen soll, weiß ich selbst noch nicht. Was mich daran fertig macht ist eher, dass ich mir selbst auferlege, dass ich mich festlegen muss. Was bescheuert ist. Es gibt ja genügend Beispiele für Genderfluidität oder Agender-Menschen. Vielleicht ist dieser innere Druck auch der gesellschaftliche Zwang alles irgendwie in Schubladen zu pressen – selbst in der LGBT-Community gibt es gegenüber genderqueeren Menschen vorbehalte.

Das macht alles noch ein bisschen komplizierter. Für mich selbst ist es einfach schwierig zu sagen, ob ich jetzt α oder ω bin. Wahrscheinlich ist, ich bin beides gleichzeitig und dann wieder doch nicht.

Euch mag das verwirren, aber fragt mich mal ;)

WGT 2017 – Band Liste (vorläufig)

Yay

  • Amanda Palmer (Dresden Dolls) & Edward Ka-Spel (Legendary Pink Dots)
  • Finsterforst
  • Lebanon Hanover
  • Gene Loves Jezebel (hinzugefügt 17.05.)

Worth A Look

  • Andi Sex Gang (New Wave)
  • B-Movie (New Wave)
  • BFG (New Wave)
  • Bloody, Dead & Sexy (Post Punk)
  • Corde Oblique (Italienischer Folk)
  • Desperate Journalist (New Wave)
  • Drab Majesty (New Wave)
  • Dunkelschön (Folk)
  • Emma Ruth Rundle (Dark Melanchonic Rock)
  • Esben And The Witch (Post Rock)
  • Herbst In Peking (Punk, Post Rock, Post Punk)
  • HOLYGRAM (80s Wave), hinzugefügt 17.05.
  • Iamtheshadow (New Wave, EBM)
  • Klez.e (Hamburger Schule trifft Dark Wave und Post Punk)
  • Klimt 1918 (Waviger Rock)
  • Lolita Komplex (Death Metal trifft Folkeinflüsse) – hingefügt 09.05.
  • Masquerade (Post Punk) – hinzugefügt 09.05.
  • Moon Far Away (Russischer Folk) – hinzugefügt 09.05.
  • punch’n’judy (Pirate-Rock mit Akkordeon) – hinzugefügt 17.05.

Okay

  • Aeon Sable (Goth Rock)
  • Ah! Kosmos (Ambient & EBM)
  • Alcest (Goth Rock)
  • Amorphis (Goth Rock)
  • Andyra (Folk)
  • Annwn (Folk)
  • Besides (Post-Rock)
  • Box And The Twins (Dark Wave) – hinzugefügt 09.05.
  • Cuelebre (Mittelalter Folk)
  • Der Fluch (Goth Punk)
  • Equilibrium (Metal)
  • Folk Noir (Folk)
  • Framheim (Dark Wave, geht in Richtung Koscheen) – hinzugefügt 09.05.
  • Frankenstein (Gothabilly)
  • Hamferð (Melodic Post Rock)
  • Hautville (Italienischer Folk)
  • Hexperos (Folk)
  • Jarboe (Ambient, EBM)
  • Machine De Beauvoir (Kann ich nicht zuordnen, aber irgendwie gut) – hinzugefügt 09.05.
  • Forndom (Ambient) – hinzugefügt 17.05.
  • THEODOR BASTARD (Ambient, EBM) – hinzugefügt 17.05.
  • Trobar de Morte (Folk) – hinzugefügt 17.05.

Alles andere ist eher Nay

Batman vs. Superman

Ich fand den Film scheiße. Viele Loben den Film, weil die Figur des Batman angeblich recht nah an der Comic-Vorlage ist. Das ist mir pers. aber recht egal, denn den Batman, den wir in diesem Film gesehen haben ist nicht der Batman, den wir kennen und lieben gelernt haben. In diesem Film war er ein rachsüchtiger Dude, der auch über Leichen von Unschuldigen ging. Figuren entwickeln sich im Laufe der Zeit und Batman hat sich in den letzten Jahren massiv entwickelt. Von einem relativ unbeholfenen Möchtegernhelden hin zu einem wirklichen Helden mit Idealen. Und diese Ideale sind: Töte nicht. Ich mein, Batman hat sogar den Joker verschont, obwohl er jeden Grund hatte ihn zu Töten. Batman tötet nicht. Meiner Meinung nach war der Film ein Rückschritt in der Figurenentwicklung von Batman (und eigentlich auch von Superman).

Außerdem finde ich es dämlich, dass die beiden BFFs werden, nur weil ihre Mütter gleich heissen.

Von Killerspielen und Amokläufern

Seit dem … Verbrechen (ich weiß nicht, ob es ein Amoklauf oder Naziterror ist, ist aber auch nicht das Thema) in München ist die Killerspieldebatte mal wieder hochgekocht. Politiker*Innen meinen, dass die Schuld des Amoklaufes bei Egoshootern zu suchen ist, während die Gamergemeinde meint, dass das Blödsinn ist. Beides ist falsch.

Seit mehr als zehn Jahren hat sich in der Diskussion nichts bewegt. Nicht, weil die Politik das nicht wollte, sondern weil wir Spieler*Innen in den letzten Jahren versagt haben eine Lobby zu gründen, welche sich genau mit den Themen rund um das Gaming beschäftigt. Es müssen Fragen gestellt und beantwortet werden, zum Beispiel, wie das mit den Verträgen von professionellen eSport-Athlet*Innen aussieht, wie wir einen sinnvollen Jugendschutz etablieren können, wie wir Eigenkompetenzen beibringen, um Spiele verstehen zu können und eben auch, welche psychischen Auswirkungen das Spielen auf Menschen hat.

Dabei ist die Diskussion stecken geblieben, weil ständig das Argument gebracht wird, dass es ja auch exzessive Gewaltdarstellungen im Fernsehen gibt – seien es einfache Nachrichten oder Horror-Splatter-Filme, wie SAW. Das ist zwar richtig, aber die eigentliche Fragestellung muss anders lauten: In wie weit beeinflussen Gewaltdarstellungen in Zeiten des Instant-Medienkonsumes die Psyche jugendlicher und erwachsener Menschen?

Ich selbst kann diese Frage nicht beantworten, weil ich mir nicht anmaße die menschliche Psyche zu verstehen. Es ist schon schwierig genug die Auswirkungen auf sich selbst zu beobachten, zu analysieren und einzuordnen. Für mich ist letztendlich klar: Ja, Computerspiele haben einen Einfluss auf unsere Psyche – egal ob positiv oder negativ. Sie sind definitiv da. Profis müssen das untersuchen. Und wir Spieler*Innen brauchen eine Lobby, damit Politiker*Innen die Chance haben verstehen zu können, um was es eigentlich geht.

Immerhin gründet sich gerade langsam aber sicher eine eSport-Lobby in Deutschland, Europa und der Welt. Wir haben aber noch einen weiten Weg vor uns.

Psychiatrie: Tag 1114

Nach meiner gestrigen Therapie habe ich die Hausaufgabe von meiner Therapeutin bekommen, dass ich versuchen soll meine Probleme zu kategorisieren um so einen gewissen Grad an Ordnung in mein Leben zu bekommen. Auch wenn mir jetzt diese Probleme sehr mächtig vorkommen, soll ich mir aus jedem Problem ein paar Kleinigkeiten suchen und diese weiter analysieren – sozusagen einen Realitätscheck ausführen, wie ich es bei den Paniken gemacht habe. Mein Hauptproblem ist ein massiver Minderwertigkeitskomplex. Das ist mir jetzt schon klar.

Arbeit

Wie im letzten Post angesprochen macht mich meine Arbeit zu schaffen. Also machte. Aber irgendwie noch immer. Angefangen hat das im Dezember 2015, glaube ich. In dem Monat habe ich mich entschlossen einen neuen Job zu suchen. Dafür gab es viele verschiedene Gründe, die ich hier jetzt nicht ausführen möchte.

Also erstellte ich eine Bewerbung, als Website, weil mir nichts anderes eingefallen ist. Ich schrieb über mich und meine Referenzen, packt noch ein paar andere Sachen bei, wie zum Beispiel meine Musik oder meinen Youtube-Kanal, und schickte die Bewerbung an einige Firmen ab.

Wenn ich etwas kann, dann ist es Webentwicklung. Das mache ich seit vielleicht 20 Jahren (ja, mit 10 hatte ich meine erste HTML-Seite erstellt). Entsprechend habe ich mich natürlich auch verkauft. Was kam waren Absagen – eine nach der anderen. Das zerrte an meinem Ego und kratzt mich immer noch.

Letztendlich musste ich wohl also erstmal bei der Firma bleiben, wo ich bisher auch angestellt war. Damit sich aber irgendwas an meiner Situation ändert, musste ich handeln, also redete ich mit meiner Vertrauensperson bei der Firma. Zufälligerweise hat sich genau in dem Moment ergeben, dass wir einen Teil der Firma ausgründen und ich mit meiner Vertrauensperson einen Neuanfang machen kann.

Das ist gut. Das bringt mir Motivation, aber auch unheimlich viele neue Verantwortlichkeiten und neuen Druck. Immerhin muss ich vorerst allein ein Shopsystem am Laufen halten. Dazu kommt auch noch die ganze IT. Ich bin gespannt, aber auch gestresst.

Soziales

Also sagen wir so: Ich habe keine Ahnung, wie das Ding mit der Freundschaft funktioniert. Ich hatte zwar früher welche, aber seit mehreren Jahren ist da überall eher Funktstille. Das ist zwar schade, aber ich hab auch nicht die Kraft den Leuten immer hinterher zu rennen. Klar, das isoliert und es gibt nur wenige Herzmenschen in meinem Leben, denen ich voll und ganz Vertraue. Fernab vom engeren Kreis meiner Familie (Ja, Prinzessin, du gehörst dazu :P) sind das genau zwei Personen.

Eine dieser beiden Personen habe ich erst vor kurzem kennen gelernt. Und ich mag diese Person in dieser kurzen Zeit schon sehr gern. Ich habe aber überhaupt keine Ahnung, was ich tun soll. Also, wie agiere ich, wann schreibe ich, wann nerve ich, wann bin ich überflüssig, wann wird von mir zu viel erwartet, wann dränge ich mich zu sehr auf. Ich weiß es nicht.

Dazu kommt, dass ich Angst habe, dass ich meine Ehe durch diese Freundschaft vernachlässige. Und ich weiß auch schon, warum ich davor Angst habe: Ich möchte nicht, dass aus den platonischen Gefühlen für diese Person romantische werden. Das Problem ist, dass ich die aktuell empfindende in eine gewisse Euphorie für diese sich anbahnende (oder schon feste?) Freundschaft. Und diese Euphorie fühlt sich wie Verknalltheit an (ich hab keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll). Ich weiß, dass ich nicht verknallt bin, aber diese Gefühle machen mich irgendwie fertig, weil ich die überhaupt nicht kategorisieren kann (das klingt selbst für mich verwirrend; und irgendwie hört sich das alles dramatischer an, als es eigentlich ist).

Selbstidentifikation

Ich habe ja schonmal das mit den „Frauenkleidern“ beschrieben. Also das hat sich auch irgendwie gefestigt. Aber ich bin mir immer noch maximal unsicher bei der ganzen Sache. Ich weiß, dass ich bei allem die Unterstützung meiner Frau habe, aber so richtig ist es mir selbst nicht klar, ob ich mich damit wohl fühle. Also nicht wegen mir selbst, sondern eher wegen der Außenwelt. Ich mein, ich fühle mich extrem wohl, wenn ich so Sachen an habe, aber raus trauen – niemals. Vielleicht jetzt zum WGT. Ich bin da extrem ängstlich.

Hauptsächlich bin ich ängstlich, weil ich mich fett fühle. Dafür machen wir aber gerade Diät, die mich aber auch fertig macht. Wahrscheinlich, weil wir einen kompletten kalten Entzug gemacht haben. Das war wohl doof. Das hat auch meine Therapeutin gesagt. Man sollte sich immer so Kleinigkeiten für die Seele aufheben.

Naja, und dann halt mein Gesicht. Das ist nunmal dummerweise recht männlich. Aber durch Make-Up kann man da viel machen. Nur muss ich irgendwann mal anfangen das alles zu lernen. Das ist ja alles eine Kunst für sich. Aber dann fühle ich mich wieder total unbeholfen und dämlich.

Psychiatrie: Tag 1110

Es ist viel zu lange her, dass ich über meine Depressionen und Panikattacken geschrieben habe. Vor allem, weil es mir im Moment sehr schlecht geht und ich es mir schuldig bin mich endlich wieder mit den Krankheiten zu befassen. Aber vielleicht wäre ein Update seit dem letzten Mal sinnvoll. Immerhin ist das schon mehr als ein Jahr her, dass ich dazu etwas ausführlich geschildert habe. Ich weiß, dass ich das nicht tun muss, aber ich will es. Vielleicht hilft es anderen – vielleicht sogar mir.

Nun, ich hatte meine erste Therapie hauptsächlich wegen den Panikattacken angefangen. Die Hypochondrie in Verbindung mit körperlichen Triggern und Overthinking hat mich regelmäßig zu Panikattacken getrieben. Das ging irgendwann soweit, dass ich nicht mehr wirklich raus gehen wollte, weil ich Angst vor der Angst hatte. Ich mied Menschenmassen, Menschen überhaupt und verkroch mich immer mehr. Dazu kamen dann leichte bis mittlere depressive Episoden – ausgelöst durch die Paniken.

In meiner Therapie habe ich das kognitive Verhaltenstraining kennengelernt und ich muss sagen, dass durch dieses Training die Angstattacken fast vollständig weg gegangen sind. Klar, es gibt immer noch kurze Trigger, die das Adrenalin los kicken, aber sobald ich das Gelernte einsetze, ist alles wieder okay. Und das innerhalb von ein paar Minuten. Genau das hat mich dann auch durch die Depression gebracht und konnte sagen, dass ich ein paar echt gute Monate hatte.

Kognitives Training ist eigentlich einfach erklärt: Realitätscheck. Nehmen wir an, du hast den Trigger „Stechen in der Brust“. Der erste Gedanke, den ich da normalerweise hatte war natürlich der Herzinfarkt. Durch eine ärztliche Untersuchung wurde aber festgestellt, dass mein Herz und meine Lungen vollkommen gesund sind. Das kleine Stechen sind die Muskeln am Brustpanzer. In jedem Fall habe ich nach so einem Trigger Overthinking betrieben, das heisst, ich habe mir vorgestellt, wie der Schmerz in den linken Arm wandert, ich kurzatmig werde und alle Symptome von einem Herzinfarkt „habe“. Das krasse ist: Allein durch Einbildung können Symptome wirklich auftreten. Dann kam die Hyperventilation und der Krankenwagen. Tja. So habe ich einige Abende verbracht.

Ganz am Anfang hat mir noch das Medikament Promethazin geholfen, um mich ein bisschen runter zu bringen. Das kognitive Training hat mir aber langfristig geholfen. Bei jedem körperlichen Trigger gehe ich nun meine Checklisten durch (mittlerweile auch nicht mehr wirklich, weil die Trigger echt harmlos geworden sind. Haha! Nimm das Angst!). Die Checklisten waren im Grunde ganz einfache rationale Aufschlüsselungen, warum ich gerade keinen Herzinfarkt oder keine Lungenembolie habe. Diese Liste habe ich aber zusammen mit meiner Therapeutin erstellt, damit die genau auf mich geeicht ist.

Nun, die Paniken gingen, die kleine Depression auch und ich konnte mich wieder mehr mit mir, der Welt und vor allem meiner Frau beschäftigen. Ich habe seit dem neue Hobbies entdeckt und alte Hobbies wieder gefunden. Im Moment mache ich ein paar Experimente mit Youtube, spiele wieder viel Musik und schreibe sogar wieder. Das hilft mir alles, hat mich aber auch davon abgelenkt, dass ich meine Gefühlswelt nicht wirklich im Blick hatte. So kam nach und nach eine richtig heftige Depression. So stark, wie ich sie seit Jahren nicht mehr hatte und nicht mehr selbst hinaus komme.

Ich bin mir noch nicht sicher, in wie weit ich Details über meine konkreten Gedanken verraten möchte. Vielleicht nur so viel zu Anfang: Ich habe massive Minderwertigkeitskomplexe mit einem ausgeprägten Helfersyndrom. Diese Minderwertigkeitskomplexe gehen so weit, dass ich so gut wie gar nichts mehr gebacken bekomme und mir sogar einrede, dass die Welt und die Menschen ohne mich besser dran wäre. Dass das Blödsinn ist, ist mir auch klar. Diese Gedanken sind trotzdem da. Um dieses Minderwertigkeitsgefühl los zu werden, kompensiere ich das mit aller Macht mit dem Helfersyndrom, ohne dabei auf meine eigene Gefühlswelt zu achten. Außerdem passieren gerade sehr sehr viele Dinge gleichzeitig, die meine Psyche mitnehmen. Es sind zwar auch sehr viele positive Dinge dabei, dennoch belasten einige Sachen meinen Kopf und benötigen meine ganze Kraft.

Tja, seit Dezember habe ich nun wieder schleichend eine Depression bekommen. Seit ca. drei Wochen sogar sehr heftig mit mehrstündigen Heulkrämpfen und allem drum und dran. Blöderweise hatte ich seit Juli letzten Jahres auch keine Therapiestunde mehr. Also muss ich jetzt wieder alles neu beantragen. Meine Therapeutin hat mir aber dabei geholfen, damit ich auch direkt bei ihr bleiben kann. Die Ärztin zu Wechseln wäre für mich nicht zumutbar. Außerdem haben wir in der ersten Sitzung das Wichtigste besprochen – vor allem den Plan, was wir in Zukunft machen werden. Das hilft.

Ich glaube die Details werde ich dann versuchen nach und nach zu erzählen. Für den Anfang muss das hier reichen …